Dienstag, 30. Juli 2013

Erste Schritte Richtung Naturmähne

In der aktuellen Ausgabe der Natur & Heilen gibt es einen tollen Artikel zu natürlicher Haarpflege. Das bringt mich dazu, euch auch mal meine Schritte zu natürlich schönem Haaren zu flüstern.

Da mein Ziel ein möglichst selbstversorgendes Leben im Einklang mit der Natur auf möglichst vielen Lebensbereichen ist, war ich neugierig, zu sehen, inwieweit ich auch meine Kosmetika auf Natur umstellen kann.

Meine Haare fühlen sich oft trocken bis strohig an und sehen auch so aus (siehe unten). Die Spitzen bekommen Spliss, die Haare auf dem Haupthaar kräuseln sich, während das Haar am Ansatz schnell fettet. Tolle Kombi, ähnlich wie die T-Zone im Gesicht....


 
Was geht da auf natürlichem Weg? 

Waschen:

Ich benutze nur noch Naturshampoo. Im Moment probiere ich ein Produkt von Alterra (Feuchtigkeitsshampoo mit Granatapfel und Aloe Vera). Diesen Schritt möchte ich aber gerne bald ablösen durch das Herstellen von eigenem Shampoo bzw. Seife. In besagtem Artikel der Natur & Heilen gibt es eine Menge Anreize hierzu und ich werde mir etwas Einfaches für den Anfang aussuchen.

Wovon ich mir in Sachen trockenes Haar am meisten verspreche, ist das reduzierte Waschen. Da Waschen, Föhnen etc. die Haare auch immer beansprucht, versuche ich darauf so weit es geht zu verzichten. Gleichzeitig soll damit das Nachfetten reduziert werden, sobald sich die Haare an die längeren Pausen zwischen den Haarwäschen gewöhnt haben.
Vorher habe ich sie täglich mit Wasser und jeden zweiten Tag mit Shampoo/Spülung gewaschen. Nun versuche ich , meine Haare nur noch 2 mal die Woche zu waschen. Das ist anfangs gar nicht so leicht, denn noch sind meine Haare ja an den Zwei-Tage-Rhythmus gewöhnt und fetten nach wie vor schnell nach....Dagegen wiederum soll noch etwas anderes helfen:

 

Kämmen:

Auf der Seite meines Lieblingsblogs Experiment Selbstversorgung habe ich von der 100-Bürstenstrich-Methode gelesen und probiere sie nun seit zwei Wochen. 100 Bürstenstriche am Tag sollen den Haar-Talg vom Ansatz im gesamten Haar verteilen(25 von vorne, von hinten und von jeder Seite). Die Folge ist, dass der Ansatz nicht mehr so fettig aussieht und das Haupthaar dafür nicht mehr so trocken. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Das mache ich nun täglich mit einer Naturhaar-Bürste. Und ich muss sagen, dass mir das sehr gut gefällt. Noch sehe ich zwar keine wirkliche Besserung, was den fettigen Haaransatz angeht (wie gesagt, meine Haare müssen sich ja erst mal vom ständigen Waschen entwöhnen). Dafür merke ich ganz deutlich, dass sie weicher werden nach dem Bürsten und auch mehr glänzen. Ich kriege bereits Komplimente zu meinem gesund aussehenden Haar -wenn das kein Erfolg ist...

Übrigens hat das 100 mal Haarebürsten am Tag auf mich noch einen anderen Effekt: Es tut mir gut! Die Kopfhaut wird massiert und ich kann meine Haare ein paar Minuten am Tag "streicheln" -die Naturhaar-Borsten sind sehr weich und ziepen nicht im Haar. Dadurch kriege ich irgendwie einen neuen Bezug zu meinen Haaren, den ich vorher nie gehabt habe. Spülung, Färbemittel und Co. sollten einfach gefälligst ihren Job tun und mich aufhübschen. Ich selbst habe aktiv nichts für meine Mähne getan. Ich glaube, mein Körper freut sich über diese neue Aufmerksamkeit und dankt es mir mit guter Laune bis in die Spitzen :)

 

Föhnen:

Was das Föhnen angeht: Im Moment föhne ich die Haare nur noch -und dann auch nur meinen rauswachsenden Pony- wenn ich ins Büro gehe und sie nachts zu arg durchgewuschelt habe. Sonst lasse ich sie an der Luft trocknen und freue mich über die Naturwelle, die dabei zum Vorschein kommt.

 

Färben:

Ich habe meine Haare gefärbt seit ich 15 bin. Als ich aufhörte die Pille zu nehmen, habe ich mich auch von Färbungen verabschiedet. Seit einem halben Jahr nehme ich auch keine Tönungen mehr. Meine Naturhaarfarbe gefällt mir mittlerweile sehr gut. Es ist je nach Lichtverhältnis irgendwas zwischen Braun, Blond und Rot :D  Auch mit den Straßenköter-blonden Strähnchen, die ab und zu durchblitzen, kann ich mich mittlerweile anfreunden. Je nach Jahreszeit hellen die Haare auf bzw. dunkeln ein wenig. Mein Freund findet das total spannend und ich fange auch an, es zu mögen.



glatte, rötliche Haarpartie unter Haupthaar

 

Worauf ich noch nicht verzichten kann:

Wenn ich nach der Haarwäsche keine Sprühkur ins Haar gebe, kriege ich sie einfach nicht entwirrt. Es bilden sich Knötchen, ganze "Nester" aus verknoteten Haaren und sie reißen beim Versuch, irgendwie durchzukommen. Hier suche ich eine natürliche Alternative gegen die handelsüblichen Produkte.

Welche Erfahrungen macht ihr mit Naturprodukten in der Haarpflege und stellt ihr vielleicht sogar etwas selbst her?

Kommentare:

  1. Huhu,

    nachdem ich meine Haarpflege auf Natur pur umgestellt habe, sind sie auch viel schöner geworden. Ich wasche 2-3 Mal die Woche mit selbstgesiedeter Haarseife, ansonsten pflege ich mit Öl (vor allem Traubenkernöl) und als Spülung/Rinse nehme ich Kräuteraufgüsse und Zitronensaft-/Essigrinsen. Ein Aufguss aus Bockshornkleesamen verbessert die Kämmbarkeit der Haare sehr, finde ich, notfalls kommen noch ganz wenige Tropfen Öl ins Haar, dann lässt sich alles prima entwirren. Außerdem hilft es, die Haare schon vor dem Waschen zu kämmen und beim Waschen und Trocknen nicht zu sehr darin rumzuwirren.

    Deine Haarfarbe finde ich übrigens sehr schön!

    LG
    Liath

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  2. Vielen Dank für deine Erfahrungen, liebe Liath! Besonders der Aufguss mit Bockshornklee klingt gut, das probiere ich mal aus, glaube ich. Auch ne gute Idee, die Haare schon vor dem Waschen zu entwirren und währenddessen aufzupassen...Im Haar rumzuwuscheln mit dem schön schäumenden Shampoo ist so eine alte Gewohnheit, die ich gar nicht hinterfragt habe ;)

    Deine Haare sehen übrigens auch sehr gesund aus und sind schon so eine Naturmähne, wie ich sie mir wünsche.... Färbst du sie eigentlich mit Naturprodukten oder ist das deine Natur? Lg, Maren

    Lg,Maren

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    1. Ich färbe mit Pflanzenhaarfarben, früher Indigo und Henna, heute nur noch Henna, weil es meinen Haaren total gut tut. Sie sind eigentlich extrem fein, aber durch die PFH werden sie kräftiger. Es gibt zwar auch farbloses Henna, aber ich muss zugeben, dass ich mein natürlich aschiges Hellbraun auch nicht sooo hübsch finde. ;)

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  3. Für mich ist es schwierig... habe nämlich momentan selbst durch jahrelanges Färben und vor allem Krankheit / Medikamente, sehr kaputte Haare... Hatte Haarausfall, sie brechen nach wie vor zu Haufe ab - und das obwohl ich alle zwei Monate zum Friseur renne. Alterra brauche ich auch gerade noch auf, dafür steht jetzt was von Aussie im Schrank und wartet darauf ausprobiert zu werden.
    Eines der besten Produkte überhaupt finde ich persönlich das LuxeOil von Wella SP. Das ist allerdings nicht wirklich Naturkosmetik. Es beinhaltet zwar Argan, Mandel und Jojobaöl, aber leider auch Silikone. Doch nichts "repariert" meine Haare besser, macht sie kämmbarer, bringt sie zum Glänzen...

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    1. Ohje, ich hoffe, es geht dir wieder besser? Ich hab mal in meinem Fundus gekramt und einige interessante Natur-Rezepte gegen Haarausfall gefunden. Unter anderem eine Ölmischung mit Kletten- und Brennesselwurzeln. Wenn du Interesse dran hast, mail ich sie dir gerne zu.
      Gerade probiere ich übrigens ein Haaröl, das auch Mandel und Argan, aber dafür keine Silicone beinhält. Das gibt's von Alverde für sprödes Haar. Riecht total gut, mmmmhhh....

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    2. Oh, von Alverde, das muss ich mal ausprobieren ^^
      Meine Haare waren früher mal sehr schön und voll (wenn ich das hier mal so sagen darf), richtig gesund und so. Jetzt leider hat das halt durch die chronische Krankheit ganz schön gelitten, wie gesagt. Doch ich habe Glück und will nicht jammern. Da meine Haare vorher so richtig dick waren, sind sie selbst nun eigentlich noch schön, wenn man es objektiv betrachtet. Bloß Du weißt ja wie das ist als Frau, da wird man bei sich selbst schnell kritsch und traurig...
      Wird schon :)
      Vielen Dank jedenfalls für Deine Mühen, ich würde mich über ein Rezept per mail in der Tat sehr freuen. Meine Adresse siehst Du ja glaub ich, ne...? :-*

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    3. Klaro, ich kann sehr gut verstehen, dass du bei dem bleibst, was bei dir gut funktioniert. Ich drück dir die Daumen, dass sie sich erholen und wieder so werden wie früher. Rezept wird verschickt :-) Liebe Grüße!

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    4. Ich hab die web.de- Adresse von deiner Seite genommen, ich hoffe, das war ok!

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    5. Jau, ist doch tatsächlich im "unbekannt-"Ordner gelandet...
      Sorry, war beschäftigt, aber Antwort folgt.
      Vielen lieben Dank für Deine Mühe erstmal - werde gern mal etwas Alternatives ausprobieren ♡

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  4. Auf die Sprühkur kann ich auch nicht verzichten, sonst komme ich nie durch meine Mähne durch, aber ich habe rausgefunden, dass man so eine Sprühkur ganz einfach selber machen kann. Eigentlich bestehen auch die gekauften hauptsächlich aus Wasser mit ein bissche Öl. Mein Rezept gibt es hier: http://www.kleine-miri.de/blog/?p=172

    Ist dein Rezept gegen Haarausfall ein Geheimrezept? Mich würde es nämlich sehr interessieren (zum Glück nicht für mich selber), gerade weil ich in letzter Zeit viel mit Klettenwurzelöl experimentiert habe. Das ist wirklich einen Wohltat für die Haare.

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    1. Super, da schau ich doch gleich mal nach! Ich leite dir das Rezept gegen Haarausfall (sind eigentlich mehrere) gerne weiter. An welche Adresse soll's gehen?

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  5. Super, Danke! Als Adresse kannst du einfach mirjam[at]kleine-miri.de nehmen. Ich bin schon sehr gespannt! :-D

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