Dienstag, 2. September 2014

Die Pessimistin traut sich

Heraus-Forderungen

Momentan habe ich das Glück, eine Artikelserie für ein kleines, Öko-orientiertes Magazin schreiben zu dürfen. Das finde ich ganz wunderbar, weil ich mich gerne längerfristig als Freie Redakteurin selbständig machen würde und nun erste Erfahrungen und Referenzen sammeln kann. Und weil ich direkt über ein Thema schreiben soll, das mir am Herzen liegt: Die Umwelt. Nur grob: Es geht um eine umweltpolitische Debatte und ich soll die verschiedenen Seiten interviewen und darstellen. Aufregend!
 
Was mir bei dieser Gelegenheit aber stark auffällt, ist, wie wenig Vertrauen ich in mich und meine Leistung habe. Auf solche Herausforderungen pflege ich normalerweise mit Rückzug und Vermeidung zu reagieren. Denn kaum fordert mich jemand aus meinem gemütlichen Schneckenhaus heraus, schießen mir tausend negative Gedanken in den Kopf...
 
...Das ist zu hoch für dich!
...Du bist noch nicht so weit, das kann nicht gut gehen!
...Das schaffst du niemals, da bist du nicht die Richtige für!
...Du bist nicht tough genug für diesen Job!
...Du wirst versagen und es wird dir sehr schlecht gehen. Lass lieber die Finger davon!
 
 
Nachdem ich solche Chancen in den letzten Monaten schon diverse Male habe verstreichen lassen, war es mir jetzt zu blöd. Ich habe zugesagt bevor ich absagen kann. Und habe dann begonnen, mir Mut zuzureden. Und weil ich weiß, dass ich mit Versagensängsten zu kämpfen habe, habe ich mir Hilfe gesucht. Bis ich diese Hilfe in Anspruch nehmen kann, versuche ich mir aber lieber schon mal selbst zu helfen.
 

Optimismus-Training

Es ist mir schon oft aufgefallen, dass ich auf Probleme und Herausforderungen erst einmal mit pessimistischen Gedanken reagiere. Ich vertraue nicht gerade übermäßig in meine Fähigkeiten, ebenso nicht in meine Zukunft. Damit habe ich mir schon einige interessante Möglichkeiten verbaut. Mal ganz zu schweigen von dem Stress, dem ich mich mit meinen negativen Gedanken aussetze. Wenn ich dann doch mal was angenommen habe, musste es aber auch wirklich perfekt werden. Durch den Leistungsdruck und die Versagensängste wurde es dann vielleicht auch manchmal perfekt, aber Freude hat es mir ganz selten gemacht. Weshalb ich noch weniger dazu neige, Herausforderungen anzunehmen.
 
Und dann sehe ich zum Beispiel meinen Mann, der bei neuen Aufgaben und Problemen einfach sagt Klar, das kann ich! Dafür gibt's ne Lösung! Das kriegen wir schon irgendwie hin, muss ja nicht perfekt sein. Das ist doch ne tolle Erfahrung! Der Jobs kriegt, für die er gar nicht ausgebildet ist, einfach, weil er selbstbewusst zum Chef spaziert und sagt Hallo, ich würde gerne hier mitmachen. Ich lerne schnell und ich weiß, dass ich das kann. Darf ich? Tja, und das erfüllt mich immer mit tiefer Bewunderung und auch ein bisschen Neid. Optimisten sind oft erfolgreicher, einfach, weil sie sich etwas zutrauen.
 
Vor kurzem fiel mir dann ein Optimismus-Training im Internet ins Auge. Ohne zu zögern habe ich damit begonnen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Denn hier liegt bei mir anscheinend der Hund begraben. Ich will euch jetzt nicht damit langweilen, wie ich ein so pessimistischer Mensch geworden bin. Vielmehr möchte ich euch in den nächsten Beiträgen ein paar Strategien vorstellen, wie man es als Pessimist schaffen kann, die Seiten zu wechseln. Und ich würde gerne davon berichten, wie ich mit diesem Training klar komme und wie es meinen aktuellen Job beeinflusst.
 

Neue mutige Ziele

In diesem Training habe ich auch noch einmal gelernt, wie wichtig es ist, an seine Ziele und Wünsche zu glauben. Das ist genau der Knackpunkt, der mich bisher davon abhielt, sie zu verwirklichen. Insgeheim glaube ich nämlich gar nicht an mich und daran, dass ich meine Wünsche auch verwirklichen kann. Oder vielmehr: Ich erlaube mir nicht, an sie zu glauben. Denn ich muss ja
 
vernünftig und realistisch sein und darf mein Leben und meine Zukunft nicht mit Träumen  verplempern und aufs Spiel setzen!
 
Schon als ich die theoretischen Texte meines Trainings las, wurde mir suggeriert: Du DARFST mit deinem Leben tun, was du willst. Du DARFST deine Wünsche verwirklichen, egal, was andere von ihnen halten. Du musst dich vor niemandem dafür rechtfertigen, dass du dir erlaubst, zu tun, was dich glücklich macht. Das hat mir unglaublich geholfen.
Und so habe ich neue und alte Ziele wieder ausgekramt und beschlossen, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Mithilfe eines gesunden Optimismus, den ich hoffentlich Schritt für Schritt erreichen werde. Drückt mir die Daumen!
 

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