Dienstag, 4. März 2014

7 weeks positive

Morgen geht sie los, die Fastenzeit und ich mache diesmal mit! Allerdings faste ich nichts Gewöhnliches, keine Süßigkeiten und auch kein Fernsehen. Ich faste negative Gedanken. Jawoll. Ich folge Karmis Aufruf, sich 7 Wochen lang mal auf das Positive im Leben zu konzentrieren. Das finde ich ganz wunderbar, denn ich neige recht häufig zum negativ-Selektieren.

Ich durfte in den letzten zwei Jahren immer wieder die Erfahrung machen, dass positive Gedanken sich selbst verstärken. Die gute Laune steigt automatisch, während die negativen Gefühle wie Wut, Trauer, Enttäuschung, Genervtheit etc. abnehmen. Die Hürde allerdings, mit den negativen Gedanken aufzuhören, finde ich immer recht schwierig. Denn es gibt da einen Teil in mir, der will sie beibehalten. Du, weißt, dass du recht hast! sagt er dann zum Beispiel kackfrech ^^. Deshalb kommt mir Karmis Fastenaufruf gerade recht und ich freue mich, meine Erfahrungen mit euch zu teilen!

Um mich ein wenig einzustimmen, habe ich eine persönliche Liste an Negativität aufgestellt, auf die ich verzichten möchte:

1. NEGATIVE KOMMUNIKATION
Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben. Da ich mir von meinen Eltern eine Paar-Gesprächskultur abgeguckt habe, die gerne in Erziehungsversuche und Kritik umschlägt, versuche ich das für meine Beziehung dauerhaft zu verändern. Das klappt oft sehr gut, reißt aber auch immer mal wieder ein, wenn der Alltagsstress zunimmt und ich nicht darauf achte. Deshalb möchte ich in den nächsten Wochen vor allem auf Kritik, Vorwürfe etc. verzichten und stattdessen die positive Kommunikation fördern. Mehr darüber erfährst du zum Beispiel hier.

2. INNERER KRITIKER
Andere kritisiert man nur, wenn man sich selbst kritisiert fühlt. Und so ist es kein Wunder, dass mein innerer Kritiker ein aktives Kerlchen ist. Wann immer ich in den nächsten Wochen merke, dass er wieder zuschlägt, möchte ich ihm etwas entgegen setzen, so, wie ich es auch mit einer Freundin tun würde, wenn sie sich selbst kritisiert. Dafür habe ich meine wohlwollende Begleiterin, die ein nettes Buch über mich führt und die mir auch tagsüber ab und an zur Seite springt, wenn es nötig wird. Ich versuche, bewusst darauf zu achten, negative Sätze über mich durch positive zu ersetzen.

3. SORGEN, ÄNGSTE, PANIK
Ein spezielles Thema sind Sorgen und Ängste, die sich um meine Zukunft drehen. Davon habe ich jede Menge parat. Oft kann ich sie schön unter einem Deckel halten. Dafür platzen sie dann so richtig mit Hochdruck hervor, wenn sie doch mal angesprochen werden. Auch hier werde ich versuchen, sie mit positiven Sätzen zu beruhigen, wann immer sie auftauchen. Das wird eine besondere Herausforderung, wenn mich Menschen umgeben, die diese Gefühle schüren. Möglicherweise muss ich auf sie verzichten oder aber stark genug sein, meine positive Einstellung auch vor ihnen zu vertreten.

4. MIESMACHEN
Ich möchte sowohl darauf verzichten, mich negativ über andere zu äußern, als auch darauf, Situationen irgendwie mieszumachen. Wie Karmi es bereits formuliert hat: Ich versuche, das Positive in jedem Menschen und jeder Situation zu sehen.

Gleich drucke ich mir noch ein paar Kärtchen mit positiven Affirmationen von Louise L. Hay aus. Tages- und situationsabhängig möchte ich sie mir über den Schreibtisch hängen bzw. mitnehmen. Außerdem führe ich natürlich mein Dankbarkeits-Tagebuch weiter. Jeden Tag ein paar Stichworte, wofür ich am heutigen Tag dankbar war. Und noch ein Tipp für alle Mitfastenden: Ich habe ein Buch entdeckt, in dem es jede Menge Tipps gibt, wie man gegen den kleinen und großen Alltagsärger angehen kann. Es heißt "Jeden Tag weniger ärgern! Das Anti-Ärger-Buch. 59 konkrete Tipps, Techniken, Strategien" von Vera F. Birkenbihl.

Wow, das ist ganz schön viel, oder? Ganz wichtig finde ich, mich bei dieser Fastenkur nicht selbst zu überfordern. Ganz auf Negatives werde ich wohl nicht verzichten können. Aber ich kann gewiss in eine positive Richtung gehen. Wenn ich mal etwas nicht schaffe, möchte ich liebevoll mit mir umgehen und mich nicht verurteilen. Einfach tief durchatmen, die wohlwollende Begleiterin ein paar nette Dinge sagen lassen und es weiter versuchen. Ich wäre ganz ehrlich auch schon glücklich, wenn ich nur einen der Punkte auf meiner Liste schaffe. Also, positiv denken!


7week2





Kommentare:

  1. Hi Maren,
    ein wundervoller Beitrag! Da nehm ich auch noch gleich einige Tipps mit, bin total gespannt wies ab morgen so läuft. Zur Zeit habe ich einige "Ärgerquellen" in meinem Leben, das wird diesmal schon eine Challenge mit der Fastenzeit *g*

    Liebe Grüße,
    Karmi

    AntwortenLöschen
  2. Ach, das ist wirklich wunderbar! Obwohl ich gerade erst dachte ich hätte nichts zum Fasten, ich glaube das mache ich auch :) Ja, der Schritt über die negativen Gedanken ist erst mal recht heftig... Ich hoffe ich schaffe das :)
    Danke für die Anregung!

    Beste Grüße,

    Kivi

    AntwortenLöschen

Hier kannst du kommentieren...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...