Mittwoch, 21. Mai 2014

Es grünt so grün...in meinem Fenstergarten!

Bei uns im Norden bricht gerade der Sommer aus. Bei gefühlten 28 Grad laufe ich meine Sandalen und Sommerkleider ein und genieße die gute Laune, die sich allgemein breit macht. Nach Feierabend sitze ich mit meinem Liebsten im Park oder Café, führe lange Gespräche und lausche dem Plätschern der Wassertreppen und dem Plappern der Passanten. Wenn ich jetzt an mein Stimmungstief in Herbst und Winter zurückdenke...wie weggeblasen. Sonne und Grün machen so viel bei mir aus.
 
Die neu gewonnene Energie habe ich auch gleich mal darauf verwendet, ein Experiment zu starten. Ich darf euch daher heute meinen ersten Innenraum-Fenstergarten präsentieren (die staubigen Fenster bitte nicht beachten *hust*):


Diese Hängevorrichtung nennt man Windowfarm. Die Idee kommt von einer Amerikanerin, Britta Riley, die wegen Grünflächenmangel kreativ wurde und einen Garten für das eigene Fenster entwarf. Aus Plastikflaschen baute sie ein Hydrokultur-System, das durch Schläuche miteinander verbunden ist und mittels einer elektronischen Pumpe Nährstoffe von Pflanze zu Pflanze transportiert. Eine Anleitung findest du zum Beispiel hier.

 
An die Hydrokultur-Variante traue ich mich noch nicht ganz ran, nicht zuletzt weil mir die elektronisch betriebenen Pumpen zu laut sind. Deshalb habe ich erst mal nur die Hängevorrichtung übernommen und sie mit Erde befüllt. Aus der obersten Flasche tropft Wasser in die nächste mit Pflanzen befüllte Flasche. Diese wiederum hat an ihrer Unterseite ein winziges Loch, durch das überschüssiges Wasser weiter zur nächsten Pflanze tropft und so weiter. In der untersten Flasche wird das Wasser schließlich aufgefangen und kann entsorgt oder zum Gießen verwendet werden. So bleiben die Pflanzen den ganzen Tag über schön bewässert und ich muss mich nicht weiter kümmern.
 
Die Flaschen haben sich bei Sonneneinfall schnell aufgewärmt und die Jungpflanzen sind rasant gewachsen. Um Läuse abzuwehren, die regelmäßig meine Jungpflanzen befallen, habe ich ein paar Lavendeltöpfe aufgestellt. Seitdem ist meine Fensterbank absolut läusefrei.
 


Ich habe in diesem ersten Versuch Tomaten, Chili, Oregano, Spinat, Melisse und Schnittlauch angepflanzt und bin gespannt, ob sie in meinem neuen Fenstergarten gedeihen und Früchte tragen. Bis jetzt wirken sie jedenfalls recht robust und bilden auch schon erste Blüten aus. Mein Wunschziel ist es, mich wenigstens zu einem kleinen Teil von dem Fenstergarten ernähren zu können.
 
Bald gibt es dann hoffentlich die ersten Tomaten zu sehen. Ich bin sehr gespannt!

Kommentare:

  1. Tricky, dieses Flaschensystem! Da bin ich ja mal gespannt, wie sich das entwickelt :)

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  2. Das ist ja ein cooles System! Kannst du da wirklich einfach oben gießen und es sickert stufenweise nach unten durch? Das ist wirklich eine super Idee :-)

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    1. Jep, total simpel und effektiv. Nur das Schneiden der Einsetz-Löcher war etwas kniffeliger. Da muss ich noch ein wenig rumtüfteln...

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  3. Moin Maren,
    wusste gar nicht, dass es dazu auch eine Extrem-Variante mit Pumpen gibt O.O aber da ist mir schon trieselig geworden, als ich die Liste der benötigten Gegenstände gesehen hab... Nee, dann lieber das abgetröppelte Wasser selber wieder nach oben befördern ^^

    Welchen Durchmesser haben denn deine Abtropflöcher? Aktuell wuchert bei mir alles auf dem Balkon, aber ich überlege, ob ich das für den Winter mal baue (wenn auch nicht ständig das Fenster offen steht). Man kann ja schonmal pfandfreie Flaschen sammeln ^^

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    1. Die sind winzig, ich hab einmal mit einer Reißzwecke reingestochen. Könnte fast noch kleiner sein, damit das Wasser langsamer tropft. Gut ist es auch, ein Stück Schwamm in den Flaschendeckel zu legen, damit das Wasser sich ein wenig staut bevor es durchrauscht.

      Wenn du im Winter etwas ähnliches baust, lass doch mal von dir hören. Dann machen wir einen Flaschengarten-Vergleich ;-)

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    2. Super, danke für den Tipp =D Jo, ich melde mich. Freund wird die Krise kriegen (unsere Wohnung sieht sowieso schon zugewuchert aus, und wenn nu im Winter noch die ganzen Kräuter vom Balkon rein müssen und ich dann noch Tomaten in der Horizontalen züchte... *hust*)

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  4. Hey wie cool - das ist ja mal ne wirklich kreative Idee, wenn man keinen Garten oder Balkon zur Verfügung hat - grünen Daumen hoch! :D
    Mir geht es übrigens ähnlich wie Dir: Seit die Sonne scheint und es überall blüht bin ich wie ausgewechselt. Da soll nochmal einer sagen dass nicht alles mit einander verbunden sei ;-)

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