Donnerstag, 18. Juni 2015

Kräuterwanderung zur Sonnenwende

Dieser Tage war ich auf meiner ersten Kräuterwanderung. Ihr Thema war passenderweise die Kräuter rund um Sonnenwende und Johanni. Zuerst einmal wurden wir alle los geschickt, um ein paar junge Birkenblätter zu pflücken und zu kosten. Habe ich noch nie gemacht (außer vielleicht als Kind?), deshalb war es direkt ein spannender Start. Die Blätter haben leicht süßlich geschmeckt, was für mich sehr gut zu der momentanen Zeit passt. Und mit dieser ging es auch gleich weiter. Unsere Kräuterfrau verknüpfte ihr Wissen rund um's Kraut stets mit ihrem Wissen rund um den Jahreskreis. Und natürlich war diesmal die Sonnenwende dran. Mit viel Begeisterung erzählte sie uns von Sinn und Bedeutung des heidnischen Festes und von seinen christlichen Überbleibseln. Das tat sie mit einer Mischung aus Bodenständigkeit, feierlichem Ernst und viel Humor -total sympathisch.
 
Anschließend sammelten wir Kräuter für den traditionellen Sonnenwendbuschen. Sie erklärte uns, dass man mit dem Pflücken dieser Pflanzen nicht nur deren Heilkraft, sondern vor allem die Kraft der Sonne haltbar machen wolle. Die stehe nun auf ihrem Höchststand und schicke so viel Energie in die Pflanzen, dass man sie (zumindest symbolisch) mit pflücke. In schlechten und dunklen Zeiten könne man sich einen Tee aus ihnen kochen und die Sonnenkraft zurückholen.
 
 
In unseren Buschen kamen an diesem Tag Beifuß, Giersch, Honigklee (Hmmm!), Holunder, Johanniskraut und Schafgarbe. Den Beifuß könnten wir uns auch wie einen Gürtel um die Hüfte binden, erklärte sie. Dieser Brauch solle seinen Träger stärken. Vor allem Frauen könnten sich das zunutze machen, da der Giersch Menstruationsbeschwerden lindere. Grundsätzlich fördere der Beifuß Offenheit und Intuition, was ihn zu einem wunderbaren Mitsommerkraut mache. Nun sei nämlich die Zeit, sich dem Sommer und den schönen Seiten des Lebens bewusst zu öffnen und sie zu genießen. Denn das Ende des Sommers kündige sich mit dem langsamen Abstieg der Sonne jetzt schon an.
 
Zu den Kräutern erwähnte sie die ihnen jeweils zugeordnete Gottheit, was ich auch sehr schön fand. Für mich hat die Natur eben immer auch eine spirituelle, geistige Seite. Naturwissenschaftliche Infos alleine reichen mir meistens nicht, ich brauche auch Futter für meine ausgeprägte nicht rationale Seite. Deshalb habe ich in dieser Kräuterfrau gleich auf Anhieb die richtige Lehrerin für mich gefunden. Sie bedient beide Bedürfnisse: Interesse an botanischem Wissen und Faszination für den naturspirituellen Background.
 
Ich habe mich während dieser Wanderung total wohl gefühlt, ganz in meinem Element. Leider wartete am Abend ein Allergie bedingter Asthma-Anfall auf mich. Aber der konnte meine Begeisterung nicht mildern. Der Kräuterkurs hat mir einen richtigen Schub verpasst. Am nächsten Tag lief alles rund, ich war energiegeladen und gut gelaunt bis in den Abend hinein. Ich vermute, weil ich mich dort einfach genau richtig gefühlt habe (oder war es der Beifuß-Gürtel...? :-)). Das hätte ich gerne jeden Tag: In einem Kreis von interessierten, offenen Menschen unter kompetenter Leitung in die Geheimnisse der Natur (-Wissenschaft und -Spiritualität) eingeweiht werden -das hat ein bisschen was von einer Priesterschule auf Avalon ;-D Natürlich erzählte sie mir nicht viel Neues über die Jahreskreisfeste und die symbolische Entsprechung der Kräuter. Aber es ist einfach schön, es einmal laut von jemandem zu hören, von Auge zu Auge, statt immer nur alleine im Kämmerlein darüber zu lesen. Ich fühle mich damit jedenfalls pudelwohl und werde ab jetzt öfter hingehen. Wer weiß, wo mich das noch hinführt...

Samstag, 6. Juni 2015

Grüße aus dem Gemüsegarten!

Seit einem Monat besitze ich zusammen mit einer Freundin einen Acker. Die Pflege ist nicht unanstrengend und die Anfahrt kompliziert. Aber langsam fange ich an, die Sache richtig zu genießen. Heute morgen war ich ganz früh dort und ganz alleine. In aller Ruhe habe ich Unkraut gejätet und Tomaten gepflanzt. Um mich herum nur das Rauschen der Eichenblätter im Wind. Und plötzlich ein lautes, metallisches Krähen, immer wieder. Das habe ich auch schon die letzten Male gehört, konnte es aber nicht zuordnen. Mittlerweile weiß ich: es war ein Fasan. Heute habe ich ihn sogar kurz gesehen. Nach einem lauten Krähen flog er davon und zeigte mir sein schönes rotes Gefieder. Ich habe ein bisschen recherchiert und bin ganz begeistert: Der Fasan frisst Kartoffelkäfer! Perfekt, denn wir haben einige Kartoffelreihen auf unserem Feld. 
 
 
Abgesehen von Kartoffeln, wachsen bei uns Spinat, verschiedene Pflücksalate, Radieschen, Möhren,  Zucchini, Gurken, Mais, Zwiebeln, Lauch, Pastinake, rote Beete, Erbsen, Bohnen, Fenchel, Kohlrabi, Kürbis, Petersilie, Rukola, Tomaten und Blumen. Mittlerweile haben wir soweit alles von Unkraut befreit, dass die Pflanzen gut wachsen können. Wo viel Platz zwischen den Reihen übrig bleibt, pflanzen wir in den nächsten Wochen weitere Gemüsesorten an.
 
 
Dieser Tage habe ich in der Nachbarschaft meiner Arbeitsstelle junge Tomatenpflanzen zum Mitnehmen entdeckt. Dabei waren ganz verschiedene Sorten, von der Fleischtomate über die gelbe Cocktailtomate bis zur Birnenförmigen. Alles ab in meine Tragetasche und rauf auf den Acker! Natürlich ist hier im Norden das Ziehen von Tomaten nicht ganz unproblematisch. Deshalb werde ich nachträglich ein Gewächshaus für die kleinen besorgen müssen. Ich dachte an ein paar robuste Holzstangen und Gewächshausfolie. Mal sehen, ob das funktioniert. Man kann so viel verkehrt machen beim Gemüseanbau....Aber dafür ist dieses Feld ja da. Ein erster Versuch, ein erstes Herantasten an meinen Traum vom Selbstversorgertum. Und erste Erfolge gibt's auch schon zu verbuchen:
 
 
Schon zum zweiten Mal konnte ich heute Spinat mit nach Hause nehmen. Sehr lecker, so ein selbst gezogener Spinat. Außerdem waren heute die ersten Pflücksalate und Radieschen fällig. Unglaublich, wie schnell mit dem Ernten begonnen werden kann. Nicht mehr lang und die Fenchelknollen können  aus der Erde gezogen werden. Ich liebe Fenchel, vor allem mit Käse überbacken. Ein Rezept aus Kindertagen, hmmm....
 
 
Mittlerweile hat mich auch der Optimierwahn befallen. Ich erstelle Einkaufslisten mit Folientunneln, Pflanzglocken, Ranknetzen, Draht, Pflanzenband, Kniekissen, Stroh für empfindliche Pflänzlein... Die Bedürfnisse wachsen mit den Erfahrungen. Weil ich erst spät das erste Mal aufs Feld gefahren bin, hinkt das Wachstum bei manchen Pflanzen hinterher. Andere gibt es schon nicht mehr. Wir haben sie versehentlich rausgerissen, weil wir sie für Unkraut hielten *hust* Jetzt will ich die übrig gebliebenen möglichst gesund durchbringen.
 


Es ist eine ganz neue Welt, der Gemüsegarten. Schon lange erträumt, darf ich nun endlich mal die Realität spüren. In der Erde wühlen, umgraben, anpflanzen, Schädlinge und Beikräuter identifizieren...
Es ist kein Sonntagsspaziergang, so ein Selbstanbaufeld. Jedenfalls nicht als Anfänger. Bisher wuchsen die Gemüsesorten auf meiner Fensterbank, maximal auf dem Balkon. Ein Feld ist der nächste Schritt und etwas ganz anderes. Viel mehr Arbeit, viel mehr Planung, viel mehr Ernte. Aber so langsam kommt auch der Gärtnerstolz und die Entspannung beim Ackern (jetzt verstehe ich dieses Wort auch erst richtig). Ich bin gespannt, was sich noch alles tun wird auf meinem Fleckchen temporär eigene Erde!

Mittwoch, 27. Mai 2015

Mein Pfingsten: Paddeln

Wer mich kennt, weiß, dass Wasser mein Lieblingselement ist. Es belebt und beruhigt mich, je nachdem, was ich gerade brauche. Diese Vorliebe teile ich mich mit meinem Mann. Sobald es das Wetter zulässt, zieht es uns an die Nord- oder Ostsee. Der Sommerurlaub wird meistens am Meer oder am See verbracht. Aber auch bei kühleren Temperaturen springen wir schon ins Wasser (nach einer gewissen Aufwärmphase meinerseits^^).

Ein wunderbares Wassererlebnis direkt vor unserer Nase ist das Paddeln. An Alster und Elbe gibt es zahlreiche Kanuverleihe, die wir seit unserem Umzug nach Hamburg fleißig nutzen. Da die Alster viele weitreichende Seitenarme hat, kann man stundenlang paddeln ohne an ein Hindernis zu kommen. Auf dem Wasser ist man sehr nah dran an der Natur. Man fährt unter Weidenzweigen durch, an Brombeersträuchern vorbei, auf Augenhöhe mit Enten und Gänsen, umgeben von Wellen und dem Plätschern des Wassers. Es ist wundervoll.

Am Pfingstwochenende ist es uns passiert, dass wir komplett die Zeit auf dem Wasser vergessen haben. Wir haben zum ersten Mal ein Kajak (die Boote, mit denen die Inuit auf dem Meer jagen) statt eines Kanadiers (die Boote der Indianer Nordamerikas) ausprobiert. Bis wir die Handhabung raus hatten, hat es eine Weile gedauert. Aber dann konnten wir gar nicht mehr aufhören. Wann immer wir eine Pause brauchten, sind wir an Land gegangen und haben uns auf die Wiese gelegt oder gepicknickt. Am Ende waren wir sechs Stunden auf dem Wasser, was nicht nur in die Oberarme, sondern auch ins Geld geht -wenn man kein eigenes Boot besitzt...
 
Diesen Sommer wollen wir gerne eine mehrtägige Tour in Angriff nehmen. Favorit ist momentan Schweden, am liebsten die Westküste mit ihren Schärengärten. Dort haben wir letztes Jahr Seekajaks zwischen Seerobben paddeln sehen...
 
Übrigens ist es immer wieder interessant, wie man auf dem Wasser miteinander klar kommt. Ich habe schon mit Freunden in einem Boot gesessen und wäre beinahe gekentert :D Mit einem Freund bin ich konsequent von einer Seite zur anderen gestürmt, in wildem Zickzack. Früher oder später pendelt sich aber meistens eine Paar-Dynamik ein. Einer muss führen, der andere vertrauen. Klingt leichter als es ist^^ Mit meinem Mann hat es zum Glück von Anfang an gut funktioniert. Nur wenn wir Zankereien mit aufs Wasser nehmen, ist der Wurm drin. Aber wer könnte bitteschön besser Gemüter beruhigen und Gefühle an die Oberfläche bringen als Wasser?
 



Samstag, 23. Mai 2015

Alles sprießt -nicht nur auf dem Feld!

Im Moment rast für mich die Zeit. Ich habe das Gefühl, dass plötzlich alle Saat auf einmal aufgeht, die ich in den letzten 1,5 Jahren vorbereitet habe. Und zwar zack, zack -ich komme kaum mit dem Jäten hinterher!

* Seit zwei Monaten habe ich einen neuen Job. Das Schicksal hat mich zurück zur Arbeit mit Kindern geführt. Diese Gelegenheit hat sich mehr oder weniger ergeben und ich habe sie einfach beim Schopfe gepackt. Diesmal sind die Jobbedingungen ein Traum, so dass vieles wegfällt, was mir einst Probleme bereitet hat. Ich bin unheimlich dankbar dafür, dass mir diese Arbeit wieder Freude bereitet. Diesmal habe ich eine Position und ein Arbeitsumfeld gefunden, in dem ich mich mehr auf das einzelne Kind konzentrieren kann. So baue ich Beziehungen auf und habe ZEIT für das Zwischenmenschliche. Das Ergebnis: an den meisten Tagen fahre ich mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause. Wie schön ist das denn bitte...
Trotzdem sind es natürlich neue Erfahrungen, ein neues Umfeld, neue Kollegen, neue Anforderungen -alles Dinge, die mir erst einmal Stress bereiten und mich durchschütteln. Deshalb hört ihr hier im Moment auch so wenig von mir. Ich brauche viel Zeit, um nach neuen Einschnitten wieder meine Mitte zu finden. Außerdem gehört zu dem neuen Job auch eine berufsbegleitende Zusatzausbildung an den Wochenenden -puh....

* Zu Beltane hat sich zum ersten Mal der Jahres-Kreis getroffen, den ich Ende letzten Jahres aus Sehnsucht nach spiritueller Gemeinschaft angeleiert habe. Wir haben zusammen gefeiert und uns beschnuppert. Und ein erstes kleines Gruppen-Ritual in einem Wäldchen bei Mondenschein unternommen. Da wächst jetzt etwas Zartes heran, dem ich auch gerne viel Aufmerksamkeit schenken möchte.

* Ich habe wieder einen achtwöchigen Yogakurs belegt und besuche ihn zusammen mit einer Freundin aus Hamburg. Ich habe mich mal auf eine andere Yogarichtung als mein geliebtes Kundalini eingelassen, um auch mal etwas Anderes kennen zu lernen. Es ist nur ein Termin pro Woche und doch muss ich mich jedes Mal treten, um hinzugehen. Ich bin ein bequemer Mensch. Der Weg zur Arbeit ist leider recht lang und kostet mich täglich ca. 2,5 Stunden in überfüllten Bussen und Bahnen. Wenn ich dann endlich wieder zuhause bin, kriegt man mich zur Zeit nur schwer wieder vor die Tür.

* Seit Anfang Mai ist die Acker-Saison eröffnet! Ich hatte ja im Januar ein Feld bei Meine Ernte gemietet, weil der Traum vom eigenen Garten in Hamburg nicht so leicht umsetzbar ist. Und mich mächtig gefreut, endlich mal den Selbstversorger spielen zu können. Durch den neuen Job ist auch das ein wenig in den Hintergrund geraten, so dass ich erst letzte Woche das erste Mal hinfahren konnte. Und natürlich war schon alles mit Unkraut übersät! Irgendwie sinnbildlich für meine momentane Situation (alles geht auf und plötzlich ist es mehr, als ich handeln kann). Um ein bisschen Stress zu minimieren (der Acker liegt nicht gerade um die Ecke und so ein Feld ist schon ne Menge Arbeit, da mach ich mir nix vor), habe ich eine Freundin gefragt, ob sie mitmachen will. Jetzt teilen wir uns die Arbeit und die Ernte. Und zusammen macht es sowieso viel mehr Spaß. Erst recht, wenn man noch kaum Ahnung vom Gemüseanbau hat. So balancieren wir jetzt zusammen planlos zwischen den Reihen hin und her und rätseln, was wohl Unkraut und was Gemüsepflanze ist. Ich bin so gespannt!

So, jetzt seid ihr ein bisschen im Bilde. Das sind alles schöne Dinge, die mir wichtig sind und für die ich gerne Energie aufwende. Aber sie kosten Zeit. Deshalb wird es hier erst mal etwas ruhiger werden, bis ich mich eingependelt und das Unkraut im Griff habe ;-)

Donnerstag, 2. April 2015

Ostara

Ostara ist dieses Jahr für mich besonders passend. Alles in der Natur steht auf Neubeginn und so auch ich selbst. Ich habe einen neuen Job begonnen, bin raus aus dem alten Trott und rein in eine neue Herausforderung getreten. Momentan bin ich deswegen mit allgemeinem Anfangsstress beschäftigt. Dennoch möchte ich ein paar Eindrücke zu Ostara mit euch teilen:
 
Schon vor über einer Woche war ich bei einer Freundin zum Ostara-Basteln eingeladen. Wir kennen uns über den Jahres-Kreis. Obwohl sich die Gruppe als Ganzes erst zum 1. Mai kennen lernt, treffen wir Nordlichter uns jetzt schon mal.
 
Auf dem Weg zu Isa, mit Kirschzweigen und Frühjahrssonne im Gepäck.
Sie hat ein sehr gemütliches Zuhause und gleichzeitig eine kleine Farm, die Glückliche. In ihrer Wohnung leben nämlich zwei allerliebste Katzen und ab und zu auch eine alte Hündin. Da ist also immer was los.
Umschmeichelt von den Katzenkindern haben wir erst einmal Hefezöpfe und Gebildebrot gebacken. Besonders Gebildebrot könnte ich stundenlang formen. Gleich nach unserem Treffen habe ich mir ein Buch zu dieser Tradition bestellt.


 

Während die Hefe ging, haben wir uns den Eiern gewidmet. Abgesehen vom einfachen Bemalen mit Naturfarben, hatten wir uns noch eine kleine Überraschung für den Rest unserer Gruppe ausgedacht. Die haben wir auch in die Tat umgesetzt, was viel Spaß gemacht hat^^ Leider ist es gar nicht so leicht ein einzelnes, zerbrechliches Ei zu verschicken...Deshalb müssen die Ärmsten leider noch ein bisschen warten. Ich kann euch aber schon mal versprechen, dass unsere Idee auch zu Beltane noch funktioniert...




Für ein Ei habe ich mir besonders viel Zeit gelassen. Es ist rosafarben mit blutroten Runen für einen glücklichen Neuanfang. Rote Eier sind ein Osterklassiker, den ich gerne wiederbeleben würde. Die Freundin meines Bruders erzählt mir jedes Jahr von diesem ungarischen Osterbrauch, bei dem Männer ihren Frauen rot gefärbte Eier schenken. Dazu wird noch ein netter Spruch aufgesagt, den ich mir nie merken kann. In ein paar Tagen sehe ich sie und schreibe ihn mir ein für alle Mal auf. Mit Sicherheit bitten die Ungarn ihre Frauen dabei um Fruchtbarkeit und Leidenschaft ;-)

In meiner Fantasie ist auf dem Heimweg ein großer Baum aufgetaucht, den die Städter zu Ostern mit bunten Eiern schmücken könnten. Einen Osterbaum sozusagen -gibt es so etwas? Laut Stadtplan gibt es immerhin eine Straße namens Osterbaum im Süden Hamburgs. Na, wenn da nicht mal so ein Bäumchen gestanden hat....

Montag, 9. März 2015

Raus ins Hamburger Grün!

Es ist soweit: Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen, alle wollen RAUS! Doch was kann man in der Stadt, in solch einer ich lebe, eigentlich tun, wenn man so richtig "raus" will? Raus ins Grüne, meine ich. Wer an Hamburg denkt, der hat typische Großstadtszenen vor Augen: Hupende Autos, hohe Häuser, Quirliges Treiben, Straßen voller Menschen.... Richtig, das alles gibt es hier -in seinen positiven und negativen Ausprägungen. Aber: Es gibt hier auch noch ganz andere Seiten. Grüne, ruhige, wildwüchsige Seiten abseits des Trubels und der Hektik. Gäbe es sie nicht, ich würde hier auf Dauer nicht glücklich werden. Und weil ich mich in die grünen Ecken Hamburgs immer wieder aufs Neue verliebe, stelle ich euch ein paar von ihnen vor:

 

Meine Top Five Urban Nature

 

Fischbeker Heide

Erst gestern habe ich einen Wanderausflug mit Freunden in die Fischbeker Heide gemacht. Das Naturschutzgebiet liegt ca. 35 Minuten S-Bahn-Fahrtzeit von der Stadtmitte entfernt. Es ist eine Mischung aus Heidelandschaft und Waldgebiet. Das ist sehr abwechslungsreich. Man läuft zwischen Buchen und Birken kleine Pfade entlang. Plötzlich öffnet sich der Wald, man steht auf einer Lichtung und schaut über eine große weite Heidelandschaft hinweg. Das tut den Sinnen gut: Mal geborgen und von Grün umhüllt und dann wieder weit und frei und lila....
Joachim Müllerchern, via Wikimedia Commons

Jetzt im Frühjahr sind die Bäume noch kahl und das Sonnenlicht kann auf den Waldboden fallen. Der ist übrigens weitgehend bedeckt mit Beerensträuchern. Welche genau da wachsen, muss ich im Sommer mal bestimmen. Mir persönlich gefällt es auch deshalb so gut hier, weil es endlich mal ein wenig Auf und Ab geht im sonst so platten Land. Ich komme halt aus dem Rheinland, da gibt es Weinberge so weit das Auge reicht ;)


Rainer Binz, via Wikimedia Commons


Es gibt auch einen archäologischen Wanderpfad in der Fischbeker Heide. Er führt zu verschiedenen Bodendenkmälern die zwischen Jung- und Eisenzeit entstanden sind. Ich bin den Weg noch nicht gegangen, aber ich bin gespannt, was es da zu entdecken gibt.

Boberger Dünen

Die Boberger Dünen hatte ich hier schon einmal vorgestellt. Eine wunderschöne Dünenlandschaft am Randbereich Hamburgs. Man kann hier toll picknicken, sich sonnen, die Füße in den warmen Sand graben und auch im benachbarten See schwimmen gehen.

Nordnordwest, via Wikimedia Commons


Sachsenwald

Der Sachsenwald östlich von Hamburg ist der Rest eines großen Urwaldes, in dem Menschen seit der Steinzeit gesiedelt haben. Deshalb gibt es auch hier zahlreiche archäologische Stätten, die man mit ein bisschen Wanderglück finden kann.

 
Ich gehe hier im Herbst gerne Pilze suchen oder lasse mich einfach nur treiben. Jetzt im Frühjahr zieren Teppiche aus Buschwindröschen und Leberblumen den Waldboden. Ich muss unbedingt bald wieder hin!
 

 
 

 Planten un Blomen

Ja, er ist künstlich angelegt und ja, er ist an den Wochenenden recht voll. Aber er liegt direkt bei mir um die Ecke und er hat für mich einen großen Erholungswert. Ich habe ihm hier schon einmal einen langen Post gewidmet, dem nichts hinzuzufügen ist.

G. Sawatzky, via Wikimedia Commons

Im Grünen Grunde

Ebenfalls mitten in der Stadt befindet sich die Außenalster. Sie ist ein Magnet für Touris und glänzt mit teuren Cafés für die Hamburger Schickeria. Begibt man sich jedoch auf ein Paddelboot und steuert die Seitenarme der Alster an, entkommt man dem bunten Treiben recht schnell. Ich liebe es, unter den Zweigen von Weiden und Brombeerhecken hindurch zu paddeln, die Kühle des Wassers zu spüren und Haubentauchern zuzusehen. Es kann sehr friedlich sein auf einem Boot auf der Alster.
Genau so schön ist es, am Alsterufer entlang zu wandern. Der obere Abschnitt der Alster zwischen Ohlsdorf und Ohlstedt wird auch "Grüner Grund" genannt. Das passt, denn der Wanderweg ist wirklich sehr grün und ein gutes Stück tiefer gelegen als die angrenzenden Straßen. Es ist abschnittsweise richtig urwüchsig dort und man findet auch so manches Urige. Zum Beispiel diesen beschnitzten Baumstamm:


Die Strecke lässt sich theoretisch auch mit dem Paddelboot nehmen, was ich gerne mal probieren würde.

So, das waren in Kürze fünf meiner Lieblingsplätze in Hamburgs Grün. Natürlich gibt es noch viel mehr Natur in und um Hamburg herum. Vieles habe ich noch gar nicht entdeckt. Sollte es euch also mal nach Hamburg verschlagen, müsst ihr euch nicht auf die Sehenswürdigkeiten in der Stadt beschränken. Es gibt soooo viel mehr zu sehen!

Sonntag, 1. März 2015

Das Märzchen - Ein Frühlingsbrauch

Pünktlich zum ersten März möchte ich euch einen Frühlingsbrauch vorstellen, den ich vor Jahren in Berlin kennen lernte. Ihr werdet ihn bestimmt genau so schön finden wie ich.

In meinem Büro in Berlin bekam ich einmal Anfang März ein Geschenk von einer lieben Kollegin, die aus Bulgarien stammte. Sie brachte mir einen Anhänger aus rot-weißer Wolle mit. Dies sei ein Marteniza (nach dem bulgarischen Wort für März benannt), erklärte sie, ein Talisman, das man sich in Bulgarien am ersten März schenke. Man hefte es traditionell über die linke Brust an den Mantel oder trage es um das Handgelenk gebunden. Abnehmen dürfe man es erst, wenn man ein erstes Frühlingszeichen (einen Storch, eine Schwalbe oder einen blühenden Busch) sehe. Dann hänge man das Marteniza in einen Baum und wünsche sich etwas.


Märzchen
 By Elena Chochkova, via Wikimedia Commons

Rot-weiß

Das Marteniza oder auch Märzchen ist typischerweise aus roter und ein weißer Wolle gemacht, die ineinander verdreht wird. An den Enden baumeln Quasten, Püppchen oder auch aufwändigere Symbole. Alle sollen Fruchtbarkeit, Gesundheit und Glück symbolisieren oder aber etwas, das man sich ganz konkret wünscht. Zum Beispiel tragen Frauen, die sich ein Kind wünschen, gerne rot-weiße Störche.

Die Farben Rot und Weiß haben eine mehrdeutige Symbolik. Meine Kollegin erzählte mir, das Weiße stünde für alles, was man loswerden wolle, das Rote für das, was man sich wünsche. Wenn ein Storch über ein Marteniza hinwegflöge, nehme er alles "Weiße" mit und sorge dafür, dass das "Rote" in Erfüllung gehe. Wenn man bedenkt, dass Februar und März die typischen Winteraustreibungs-Monate sind, passt diese Symbolik sehr gut. Weiß kann für den Schnee stehen, den man zusammen mit dem Winter hinter sich lassen will. Rot ist wiederum eine Symbolfarbe für die Sonne und für Fruchtbarkeit (Blut), die man herbeisehnt. Das rot-weiße Marteniza soll also allgemein den Frühling anziehen. Gleichzeitig dient es aber auch der ganz persönlichen Wunscherfüllung.

Marteniza Tree
By Eola, via Wikimedia Commons


Baba Marta

In Bulgarien wird der Monat März volkstümlich Baba Marta (Oma Marta) genannt. Man stellt sich darunter eine etwas grimmige alte Frau vor, die  Kälte und Schnee übers Land bringen kann, wenn sie will. Deshalb funktionieren die Märzchen in Bulgarien auch wie eine Art Opfergabe, die Baba Marta mild stimmen soll. Die Figur der Baba Marta kann man vielleicht ein bisschen mit unserer volkstümlichen Frau Holle vergleichen, die für Schnee sorgt.

Wunscherfüllung

Spätestens am ersten April muss man sein Marteniza in einen Baum hängen. In Bulgarien sind zu diesem Zeitpunkt viele Büsche und Bäume zu sehen, die überladen sind mit den kleinen Frühlingsbändern. Nun werden die Wünsche von Baba Marta oder einem Storch davongetragen und erfüllt. Ich muss bei diesem Bild immer an die tibetischen Gebetsfahnen denken, die ähnlich funktionieren. Auf Stoffstücke aufgemalte Wünsche flattern im Wind und werden von ihm mitgenommen, um sich in der Welt zu manifestieren. Wunderschön.

Marteniza Tree
By Vassia Atanassova - Spiritia, via Wikimedia Commons


Dein Märzchen?

Ich habe ganz klassische Marteniza gebastelt und verschicke sie nächste Woche mit der Post. Ich finde, es ist ein sehr schöner Brauch, den man leicht im Familien- und Freundeskreis etablieren kann. Denn jeder freut sich momentan auf den Frühling. Durch die Marteniza wird diese Vorfreude unterstützt und bekommt ein Ventil. Und man wird wachsamer für Frühlingsanzeichen. Es ist ein Brauch, der Freude und Optimismus verbreitet und gehört deshalb zu meinen allerliebsten.

Ein Marteniza kann man leicht selbst herstellen. Wenn du dazu Lust hast, schau mal in eins der vielen Tutorials auf Youtube rein. Dort findest du bestimmt dein passendes Märzchen. Wer gerne eins mit mir tauschen möchte, melde sich hier oder per Email bei mir!

Freitag, 6. Februar 2015

Farming Friday: Natürliche Beruhigungsmittel

Seit ich den Apothekergarten im Planten un Blomen entdeckt habe, bin ich fasziniert von seinem Prinzip: Unterschiedliche Bereiche sind mit Kräutern für ein bestimmtes Organ oder ein bestimmtes Leiden bepflanzt.

Apothekergarten, Abteilung "Nerven"

Ich will auch sowas! Zumindest im Kleinen. Da ich im Moment oft mit Nervosität und Lampenfieber zu kämpfen habe, wäre ein kleiner Garten mit Hopfen, Lavendel und Baldrian ein Traum für mich...! Gut, ohne Garten und Balkon ist das im Moment nicht so wirklich umsetzbar. Aber zumindest kann ich mir eine kleine Hausapotheke zu diesem Leiden aufbauen. In der aktuellen Land Apotheke gibt es eine Doppelseite zum Thema Nervosität, von der ich mich habe inspirieren lassen. Ein paar Rezepte habe ich heute gleich mal zusammengestellt und getestet:
 
1. Apfelschalen-Tee
 
Ein schnell zubereitetes Mittelchen für den Notfall. Apfel schälen, Schale mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, fertig. Will man die Schalen für später aufheben, lässt man sie an der Luft trocknen. Ein heißer Tee aus Apfelschalen soll gut gegen Nervosität und geistige Erschöpfung sein. Wer will, kann den Tee mit Honig verfeinern. Je nach Süße des Apfels ist das aber gar nicht nötig, finde ich. Meiner hat jedenfalls auch so geschmeckt. Übrigens beruhigt mich schon alleine der Duft des heißen Apfels. Mit ein bisschen Zimt kommen sogar Weihnachts-Harmonie-Gefühle auf. Funktioniert schon alleine deshalb. Und wenn man den Apfel schält, kann man auch gleich sein Fleisch essen und noch ein paar extra Vitamine tanken.
 
2. Lavendel-Kissen
 
Vor einem wichtigen Termin kann ich oft schlecht einschlafen bzw. ich wache immer wieder auf. Eine Einschlafhilfe ist das gute alte Lavendelkissen. Man befüllt eine kleine Kissenhülle (lässt sich aus Stoffresten auch leicht selbst nähen) mit Lavendelblüten und legt sie neben oder unter das Kopfkissen.
 
3. Beruhigungstee
 
Ihr kennt doch den Spruch: Tee trinken und abwarten. Das passt super zu natürlichen Heiltees. Die Wirkung entfaltet sich nicht immer sofort, sondern man muss oft ein paar Tagen oder Wochen warten. Weil ich weiß, dass im nächsten Monat ordentlich Stress auf mich zukommt, mische ich mir jetzt schon mal einen Beruhigungstee, den ich täglich trinke.
Beruhigungstees kann man aus allen stresslindernden Kräutern zusammenstellen: Hopfen, Baldrian, Zitronenmelisse, Passionsblume... Entweder man beschränkt sich auf ein Kraut, oder man mixt verschiedene Kräuter zusammen. Von Baldrian werde ich schnell müde. Melisse und Lavendel sind mir alleine nicht stark genug. Passionsblume soll angeblich beruhigen ohne Körper und Geist müde zu machen. Klingt gut, probiere ich aus. Bankhofer rät zu folgendem Rezept: 2 Teelöffel der getrockneten Blüten mit einem Viertel Liter Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und anschließend abseihen. Morgens und abends trinken.
 
Habt ihr ein Lieblings-Beruhigungsmittel aus Mutter Natur?
 
 

Donnerstag, 5. Februar 2015

Achtsamkeit gegen Winter-Bashing

Ich kenne viele Leute, die jetzt gerade immens genervt sind von den letzten Winterwehen. Angeblich ziehe er sich ewig hin und sie seien es satt. Kann ich mit chronischem Lichtmangel natürlich gut nachempfinden. Aber manchmal kann ich das alljährliche Jammern über den Winter nicht mehr hören. Denn: der Winter hat doch viel zu bieten, wenn man genau hinsieht.
 

Kleine Winterwunder

Auch wenn Lichtmess schon hinter uns liegt, sehne ich persönlich mich nach ein bisschen Eis und Schnee. Mir fehlt einfach etwas, wenn es in den Frühling übergeht, ohne dass es mal richtig geschneit und gefroren hat. Hier im Norden sind wir damit bisher nicht gerade gesegnet worden. Klar, wenn man morgens früh raus muss, um sein Auto freizukratzen, denkt man wahrscheinlich anders darüber. Aber davon abgesehen gibt es doch auch viele schönen Dinge, die der Winter uns schenkt. Neulich bin ich losgezogen und habe ihm aufgelauert. Und siehe da, zwischen matschigen Wiesen und Straßenpfützen ist er auch bei uns zu finden:
 



Ich richte meine Aufmerksam lieber auf die kleinen Schönheiten, die der Winter hier und da zurücklässt, als über ihn zu jammern. Auch, wenn ich es natürlich nicht genieße, morgens um im Dunkeln aufzuwachen. Auch frieren mag ich nicht besonders. Aber mal Hand aufs Herz: Könnten wir die Wärme und das Licht genießen, wenn es IMMER da wäre? Ich nicht. Ich brauche die Abwechslung. Und ich freue mich jedes Jahr auf den Duft von Frühblühern im Park. Diese Freude nach langem Warten will ich nicht missen.
 

Augen auf: Vorfrühling!

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen. Jaja, den alten Vers kann man auch einfach mal umdrehen. Ich versuche die ollen Winter-Meckerer davon zu überzeugen, dass der Frühling doch schon auf dem Vormarsch ist. Ich zeige ihnen, dass im Park schon die Frühblüher sprießen, die Vögel zwitschern und das Eichhörnchen seine Liebespartner durch die Bäume jagt. Da draußen ist jetzt schon so viel los! Und was total spannend ist: Jetzt gerade können wir für kurze Zeit zwei Jahreszeiten gleichzeitig erleben: Schnee, Eisblumen, kalter Wind UND blühende Zweige und Vogelträllern.
 
 
 
Ist ja ganz nett, sagen die Wintermeckerer, aber das reicht nicht. Solange die Mäntel nicht geöffnet und die Wiesen im Park nicht besetzt werden können, ist es draußen unerträglich. Mich beschleicht das Gefühl, sie wollen lieber kollektiv übers Wetter jammern. Scheint zum Wir-Gefühl der Deutschen im Winter zu gehören^^
 

Frierst du noch oder lebst du schon?

Wenn gar nichts hilft gegen das Leiden am Winter, kann man das Leiden selbst ins Positive wenden. Oder es zumindest versuchen. Auch Frieren kann zum Beispiel schön sein. Wenn ich im Winter morgens aus der Dusche steige, ist mir kalt, richtig kalt. Wir müssen nämlich ohne den Luxus einer Badheizung leben. Das ist zuerst ein äußerst unangenehmes Gefühl und ich will schleunigst! dass es aufhört. Aber dann mache mir etwas klar: In dem Moment, indem ich friere, spüre ich meinen Körper ganz intensiv. Ich spüre den Schmerz auf der Haut, das Prickeln, das Zittern. Ich spüre überhaupt einmal, dass ich eine Haut habe, Muskeln, Gliedmaßen. Kurz: Ich spüre, dass ich lebe. Wann kommt man denn in unserem Leben voller Annehmlichkeiten, Heizdecken und Vollautomatik noch in diesen Genuss? Seit ich mir das nach der Dusche kurz bewusst mache, trockne ich mich nicht mehr in Zeitraffer ab. Ich atme einmal tief ein und aus und nehme das Kältegefühl ganz bewusst wahr. Ich versuche es nicht negativ zu bewerten. Schmerz ist Schmerz ist Schmerz und geht vorbei. Ich sterbe nicht daran, ich werde auch nicht krank davon. Ich darf nur für ein paar Momente am Tag spüren, dass ich friere und am Leben bin.
 
Danke, lieber Winter.

Sonntag, 1. Februar 2015

Happy Lichtmess und Giveaway

Ich wünsche euch allen ein frohes Lichtmess!
 
Heute ist ein Tag zum Bäume-Wachrütteln. In Hamburg hängt dicke, graue Suppe am Himmel -da muss man doch nachhelfen. Andererseits gibt es da doch diese Bauernregel...dass der Winter noch lange anhält, wenn es an Lichtmess sonnig ist.... Also Glück gehabt!

Ich verbinde mit Imbolc oder Lichtmess immer die jungen Lämmchen, die um diesen Zeitpunkt herum geboren werden. Schon bald werde ich sie an den Deichen besuchen können. Aus Vorfreude und weil mich die Stricklust gepackt hat, habe ich ein paar Schäfchen nach Waldorf-Art gestrickt. Eines davon ist besonders schön geworden. Ich habe es aus einer ganz weichen Wolle in einem tollen Senfgelb-Gold-Ton gestrickt. Sie passt wunderschön zu dieser Jahreszeit und zu dem erwachenden Licht. Es ist in etwa die Farbe von Bienenwachs. Im Innern habe ich es mit Schafwolle gefüttert. Also sieht es nicht nur aus wie Schaf, sondern riecht auch so. Ich liebe diesen Duft.... 
 

Das Schäfchen kann man auf den Jahreszeitentisch oder als Deko zuhause aufstellen. Es ist ganz brav und frisst ausschließlich die Krümel vom Essenstisch runter.
 
Ich möchte euch dieses Schäfchen gerne als kleines Dankeschön für euer treues Lesen und Kommentieren schenken. Es soll Licht und Gemütlichkeit in eure Blogger-Leben bringen :-)

 
Wenn du dich für das Tierchen interessierst, hinterlasse bitte einen Kommentar bis zum 20.02.2015. Ich lose dann aus und schicke es noch vor meinem Urlaub auf Reisen. Voraussetzung ist nur, dass du LeserIn bei mir bist.
 
Viel Glück!
Eure Maren
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